Am fünften Tag begannen wir früh und machten uns nach einem schnellen Frühstück auf den Weg zu Don Tacho, einem der größten Produzenten von Natural der COMSA, der mit seiner Familie 30 Hektar bewirtschaftet. Dort angekommen, beeindruckte uns erneut, wie die Pflanzen ohne chemische Mittel gedeihen und trotzdem gesund aussehen. Ein zentrales Thema war der Klimawandel, der die klaren Jahreszeiten verschwimmen lässt und so die kontinuierliche Blüte und Fruchtbildung der Kaffeepflanzen beeinflusst. Dies erschwert die Ernte, da an den Pflanzen reife und unreife Früchte gleichzeitig vorhanden sind, was zu einer erhöhten Arbeitsbelastung führt.

Glücklicherweise bot die aktuelle Trockenzeit ideale Bedingungen für die Reifung und Trocknung der Kaffeekirschen, was die Qualität verbesserte. Nach der Besichtigung der Felder genossen wir in einer kleinen Cafeteria auf der Finca einen frisch gezogenen Espresso. Dabei tauschten wir Kaffee: Ich überreichte Don Tacho eine Packung unserer „Bass“-Espressoröstung von Avenir, und er gab uns seinen Kaffee. Es war schön zu sehen, wie sehr die Farmer hier auf hohe Kaffeequalität achten und Espressomaschinen nutzen.
Am Ende des Tages gaben wir die Samples von Don Tacho zur Verkostung ab und kehrten erschöpft, aber zufrieden ins Hotel zurück.