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Reisebericht: Partnerschaftliche Begegnungen in Honduras

Unsere Reise nach Honduras führte uns tief in die Berge von Marcala, einem der bekanntesten Kaffeeanbaugebiete des Landes. Gemeinsam mit Steffi von Quijote Kaffee machte ich mich auf den Weg, um unsere Partner-Farmen persönlich zu besuchen. Unser Ziel war es, die nachhaltige Arbeit der Kleinbauern kennenzulernen, unsere bestehenden Partnerschaften zu vertiefen und einen direkten Einblick in den Anbau und die Verarbeitung ihres außergewöhnlichen Kaffees zu gewinnen.

Ein herzlicher Empfang auf den Kaffeefarmen

Gleich zu Beginn unserer Reise wurden wir von den Produzenten herzlich empfangen. Besonders beeindruckte uns Charlotta , eine engagierte Kaffeeproduzentin, die mit viel Leidenschaft und Fachwissen ihre Farm bewirtschaftet. Bei unserem Besuch führte sie uns durch seine Plantage, die ein Musterbeispiel für nachhaltigen Kaffeeanbau ist. Hier wachsen Kaffeepflanzen inmitten eines vielfältigen Ökosystems aus Schattenbäumen, Bananenstauden und anderen Nutzpflanzen – ein Konzept, das nicht nur die Bodenqualität verbessert, sondern auch die Biodiversität fördert.

Nachhaltiger Anbau und ökologisches Bewusstsein

Besonders faszinierend war die Art und Weise, wie die Farmer auf chemische Düngemittel und Pestizide verzichten. Stattdessen setzen sie auf natürliche Methoden, um die Böden fruchtbar zu halten und Schädlinge zu kontrollieren. Diese nachhaltige Bewirtschaftung kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern sorgt auch für eine außergewöhnliche Qualität des Kaffees. Die Sorgfalt, mit der jede Pflanze gepflegt wird, war beeindruckend und unterstrich einmal mehr, warum direkter Handel und langfristige Beziehungen so wichtig sind.

Qualität und die Bedeutung der Partnerschaft

Der Präsident der COMSA-Kooperative Mario Enrique betonte, wie sehr er die zehnjährige Zusammenarbeit mit Quijote Kaffee schätzt und wie wichtig Steffis Expertise in der Natural- und Honey-Aufbereitung für den Erfolg der Kooperative war. Durch ihre strikten Methoden, wie regelmäßiges Wenden der Kaffeekirschen und die sorgfältige Dokumentation der Luftfeuchtigkeit, hat sie maßgeblich dazu beigetragen, die Qualität des Kaffees zu sichern und die Kooperative nach vorne zu bringen.

Gemeinsame Momente und Austausch auf Augenhöhe

Ein besonders schöner Moment war die Gelegenheit, den Farmern Fotos aus Deutschland zu zeigen. Bilder von unserer Rösterei, von Kunden, die ihren Kaffee genießen, und von belebten Cafés gaben ihnen einen Einblick, wohin ihre Bohnen letztendlich gelangen. Die Freude und das Interesse der Farmer waren spürbar – für sie ist es etwas Besonderes zu sehen, dass ihre Arbeit über Kontinente hinweg wertgeschätzt wird.

Mit vielen neuen Eindrücken und gestärkten Partnerschaften kehren wir Abends zurück, um uns auszuruhen, denn am nächsten Tag gehen die Besuche auf anderen Fincas weiter.

Fazit des ersten Tages: Eine Reise voller Inspiration

Dieser erste Tag hat uns bereits eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll direkte Handelsbeziehungen sind. Der persönliche Kontakt zu den Produzenten stärkt das Vertrauen und macht den Kaffeehandel transparenter und fairer. Wir haben nicht nur viel über nachhaltigen Anbau gelernt, sondern auch über die Menschen, die mit Leidenschaft und harter Arbeit hinter jedem einzelnen Sack Kaffee stehen.